Römer, Kelten und das Geheimnis von Ruffenhofen
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Pausch, dem Leiter des Limeseums in Ruffenhofen, über die faszinierende Geschichte der Region rund um den Hesselberg. Wir tauchen ein in die Welt der Römer und Kelten, diskutieren archäologische Rätsel und erfahren, wie das Limeseum entstanden ist. Dr. Pausch erzählt mit Leidenschaft von seiner Arbeit, den Herausforderungen im Museumsalltag und dem Engagement für die regionale Kultur. Gemeinsam beleuchten wir, warum der Limes gebaut wurde, wie friedlich die Zeiten damals wirklich waren und was das Museum für die Region bedeutet. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke, persönliche Geschichten und echte Begeisterung für Geschichte – jetzt reinhören und mit uns auf Zeitreise gehen!
Limeseum Ruffenhofen
Römerpark Ruffenhofen
https://www.roemerpark-ruffenhofen.de/
Limes (Grenzanlage des Römischen Reiches)
https://de.wikipedia.org/wiki/Obergermanisch-R%C3%A4tischer_Limes
Saalburg
https://www.saalburgmuseum.de/
Förderverein Limeseum Ruffenhofen
https://www.limeseum.de/foerderverein/
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken
Transkript anzeigen
00:00:09: Ja und hier ist rund um den Hesselberg der Podcast, die alles um den Hesselberg rum erzählt.
00:00:16: Und heute zu Gast ist der Dr.
00:00:17: Pausch.
00:00:18: Der Dr.
00:00:19: Paus ist der Chef des Limousiums in Rufenhofen und ich freue mich herzlich willkommen!
00:00:26: Sie sind ja eine ganz ganz wichtige Person hier in der Region.
00:00:30: sie haben mit den Römern zu tun glaube auch mit den Kelten
00:00:35: Vor allem mit den Römern.
00:00:36: Mit
00:00:36: den Röhmern und dem Kelten, die waren auch da?
00:00:38: Kelten waren vor den Römern da.
00:00:42: Wir tun uns ein bisschen schwer das richtig einzuordnen denn eigentlich so wie man es archäologisch immer ansetzt müsste man sagen die Kelten sind vielleicht zu etwa hundert vor Christus gegangen.
00:00:53: Die Römer kamen in Hundert nach Christus.
00:00:55: Das heißt zweihundert Jahre lang wäre die schöne Gegend rund um den Hässelberg völlig leer gewesen kann irgendwie nicht sein.
00:01:03: Deswegen irgendwie.
00:01:06: Restbevölkerung der Kelten war wahrscheinlich noch da.
00:01:09: Zumal wir in den Namen, die wir vom Römischen Rufenhofen kennen, wo Römer ihren Namen in ein Geschirr rein geritzt haben so nach dem Motto Da steht mein Name drauf Der Tropf gehört mir Das sind kältische Namen dabei.
00:01:22: Da ist ein Mikro dabei Ein Filmus ist mit dabei und paar andere Die vielleicht von der Endung bisschen römisch klingen aber einfach keine Röma waren.
00:01:34: Sie haben ja ganz viele Aufgaben mit dem Lebenmuseum.
00:01:36: Erzählst du vielleicht mal ein bisschen, was sie alles machen und wie wichtig das Lebenm Museum hier für die Region ist?
00:01:42: Und für die Regionen um den Hesselberg?
00:01:45: Das Aufgabenfeld ist äußerst bunt tatsächlich also.
00:01:49: natürlich bin ich der wissenschaftliche Leiter
00:01:53: mach
00:01:53: Archäologie.
00:01:55: Teilweise koordiniere ich Forschungen zum Beispiel in der Universität Vor ein paar Jahren die Uni Leipzig bei uns betreiben.
00:02:04: Wir haben einen wissenschaftlichen Beirat, der über Forschungsvorhaben auch diskutiert und die ganze Entwicklung begleitet.
00:02:12: Natürlich schaue ich darauf auf Sonderausstellungen, die wir selber entwickeln, andere, die wie übernehmen, die ganzen Veranstaltungen das es irgendwo so zu uns passt.
00:02:22: Im Römerpark gibt's immer wieder im über vierzig Hektar großen Freigelände Neuerungen, Museumspädagogisches Material.
00:02:31: momentan basteln wir an einem Münzkoffer, den sich Schulen ausleihen können.
00:02:35: Das heißt es sind achtundzwanzig originale römische Münzen die man dann mit anschauen kann.
00:02:41: fängt an bei CSA geht bis Kaiser Konstantin also beide Richtungen jenseits des Limes.
00:02:48: Dann geht's natürlich um betriebswirtschaftliche Fragen sprich wo kommt das Geld her Förderandräge ähnliches.
00:02:55: gemeinsam mit der für uns zuständigen Kämmerinnen erstelle ich den Haushalt, kontrolliere das auch ein bisschen.
00:03:01: Es geht um irgendwelche Bestellungen für den Job.
00:03:04: Manchmal überlege ich gibt es neue Produkte die wir in den Job mit aufnehmen solche Sachen?
00:03:11: dann bin natürlich der Ansprechpartner für unsere ganzen Mitarbeitenden.
00:03:16: fängt an vom Vorstellungsgespräch über Mitarbeitergespräche und so weiter und sofort.
00:03:21: solche Sachen spielen mit rein.
00:03:23: Wir haben eine eigene Bibliothek wo man sich Bücher ausleihen können.
00:03:27: Das heißt die Anschaffungen, die Koordination mit Kollegen wo man Sachen im Schriftentausch bekommen läuft über mich.
00:03:34: Funddepot ganz wichtig auch wir haben inzwischen in den über zwanzig Jahren, die ich da bin sehr viele Funde aus Privathand bekommen.
00:03:42: Die müssen inventarisiert bestimmt bearbeitet werden.
00:03:45: so was läuft auch ein Stück weit über meine Hand.
00:03:50: Die Betreuung Ansprechpartner von Ehrenamtlichen.
00:03:53: Wir Fünfzig bis Sechzig Ehrenamtliche, die im Jahr ehrenamtlich tätig sind.
00:03:58: Sprich die Gästeführungen machen.
00:04:00: wir haben eine sehr mutere Soldatendruppe, die immer wieder zu Aktionstagen auftritt und also es ist ein relativ bunter Blumenstrauß.
00:04:09: Und von daher gesehen kann ich jetzt nicht sagen Ich fange da früh um halb acht an und habe einen Thema dem Tag über bis ich Feierabend mache.
00:04:18: Sondern das sind manchmal zehn zwanzig unterschiedliche Themen.
00:04:22: Manchmal ist es ein bisschen zu viel, vielleicht auch anstrengend nervig.
00:04:25: Aber oft genug ist das ganz schön und ich sage mir, ich möchte nichts anderes machen.
00:04:29: Ich kann ja nix anders als Rufen
00:04:30: hofen.".
00:04:32: Sie erzählen mit so viel Herzblut über Rufen Hoven um über das Limiseum.
00:04:39: Woher kommt es bei Ihnen?
00:04:42: Was haben sie für ... Ja woher kommt's?
00:04:45: Ich habe mich einfach daran festgefressen.
00:04:48: Tatsächlich im Studium hatte ich in der Gegend schon gegraben, in Damwach, in Knotzheim zum Beispiel.
00:04:53: Kante Rufenhofen als Castellstandort.
00:04:56: Punkt!
00:04:56: Man wusste früher nicht viel mehr.
00:04:58: Als ich in den Neunzigern studiert hab, klar da war ein Castell und vielmehr wusste man eigentlich nicht.
00:05:04: Und das Ganze jetzt mit begleiten zu dürfen, mit entwickeln zu dürfen ist eine ganz tolle Aufgabe, da weiterzuforschen.
00:05:15: Forschen wollen, als ich Zeit habe.
00:05:19: Es ist eine tolle Aufgabe, wo man mit unterschiedlichsten Beteiligten auf politischer Ebene, auf verwaltungsebene und fachlicher Ebene gemeinsam ist und unterwegs ist.
00:05:29: Manchmal sage ich ja, ich bin derjenige den immer alle wahrnehmen.
00:05:35: Bin schon öfters angesprochen worden aber wenn sie auf dem Foto sind dann weiß man es geht um Rofenhofen und sagt manchmal so Salopp, ich bin der Kopf von Rufenhofen, deren im Zweifel war auch mein alten Muss wenn es nicht ganz so läuft.
00:05:49: Aber zum Glück sind's ganz viele unterschiedliche die uns begleiten übers Landesamt für Denkmalpflege über das Amt für ländliche Entwicklung seit vielen Jahren ein ganz wichtiger Partner.
00:05:59: Andere Museen mit denen wir zusammen arbeiten auch am liebenes und deswegen funktioniert das ganz gut und macht einfach Spaß.
00:06:07: Okay
00:06:08: also die Zuhörer sehen sie leider nicht.
00:06:11: Sie haben strahlende Augen, wenn sie das erzählen.
00:06:13: Das ist wunderschön!
00:06:15: Aber sie haben ja auch ein bisschen Probleme momentan.
00:06:18: Sie haben Geld zu orken und es stand auch in der FLZ gewesen.
00:06:23: Vielleicht können Sie dazu was sagen.
00:06:24: oder wie kann man Ihnen helfen?
00:06:26: Wie kann man sie unterstützen mit Spenden?
00:06:30: Grundsätzlich kostet die Kultur einfach.
00:06:35: Kein Kulturbetrieb wirtschaftet üblicherweise schwarze Zahlen.
00:06:40: weil Kultur oft mit hohen Personalkosten verbunden ist.
00:06:45: Das leppert sich einfach, das können wir in den Eintrittspreisen nicht so weitergeben.
00:06:49: oder sind Deutschland zumindest nicht üblich?
00:06:51: In anderen Ländern sind Eintritspreise im Museen ganz anders gestaffelt.
00:06:56: Wir kriegen zum Glück freiwillige Zuschüsse von Bezirk und Landkreis Ansbach.
00:07:02: Die reichen momentan mit den entsprechenden Lohnentwicklungen nicht mehr.
00:07:06: Andererseits haben natürlich Bezirk und Landkreis Ansbach die gleichen Probleme wie wir.
00:07:12: Glamme Haushalte können das momentan nicht erhöhen, das ist einfach das Problem.
00:07:16: Es gibt Lohnsteigerungen, wir sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.
00:07:20: Das heißt über irgendwelche Entscheidungen steigen die Tarife... Ich freue mich inzwischen immer nicht so recht weil einerseits klar kriege ich selber auch mehr Geld andererseits sehe ich auch im Haushalt das Kraft zunehmend auseinander.
00:07:35: Wo man uns unterstützen kann, ist zum Beispiel eine Mitgliedschaft in unserem Förderverein.
00:07:39: Einzelmitgliedschaft für dreißig Euro.
00:07:42: Den Förderforein gibt es dieses Jahr seit zwanzig Jahren und er hat seine Mitgliedspreise noch nie erhöht.
00:07:49: Man kommt kostenlos ins Museum rein.
00:07:51: Man kann über den Förderfreien auch einzeln mal was spenden.
00:07:54: Angaben gibt's bei uns auf der Homepage.
00:07:55: Man könnte zum Beispiel sagen ja wohl ich spende die Sonderausstellung für diese und jene Museumspädagogische Aktion oder oder man spendet einfach so natürlich, kriegt eine Spendienbescheinigung und kann das steuerlich absetzen.
00:08:09: Toll!
00:08:11: Wie ist das Limiseum entstanden?
00:08:12: Wann ist es
00:08:13: entstanden?!
00:08:14: Wer hat denn die Idee?
00:08:17: Alles was rund um Rufenhofen sich rankt sind grundsätzlich Ideen, die im Jahr Zwei-Tausend Eins durch einen Arbeitskreis den Arbeitskreisen Limes Rufenhof entstanden sind.
00:08:28: der hat dreimal getagt und hatte so die wesentliche Ideen.
00:08:31: wenn wir da draußen etwas machen dann sollten Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung nehmen.
00:08:36: In Wiese ansehen, dass kein Bodenumbruch, kein Pflügen mehr erfolgt keine Erosion das es denkbar geschützt wird.
00:08:43: Es muss schrittweise strukturiert werden so wie wir das seither gemacht haben.
00:08:48: Dann war die Idee soll ein kleines vorübergehendes Museum in Wildtingen geben.
00:08:52: Das gab's von zwei tausend vier bis zweitausend zwölf auf hundert Quadratmetern etwa War ein schönes kleines museum wurde auch für die schlechten Öffnungszeiten, es waren nur wenige Stunden ganz gut besucht.
00:09:04: Und das war auch schon die Idee da.
00:09:06: wir wollen ein Museum an die Fläche mitten in die freie Natur bringen wobei jeder gesagt hat naja das ist schwierig da draußen is keine moderne Infrastruktur kein Kanal Wasser ab Wassertelefon ähnliches.
00:09:21: Wir mussten einen eigenen Trafo kaufen für den Strom der achtzigtausend Euro gekostet hat und so weiter haben einen eigenen Winterdienst.
00:09:27: Das sind auch Dinge, die machen das Museum im Betrieb vielleicht ein bisschen teurer oder da sind manche andere Herausforderungen als wenn das irgendwo mitten in der Stadt wäre.
00:09:38: Aber grundsätzlich wird es gut angenommen und ist eine schöne Sache.
00:09:42: Ich habe mal von jemandem gehört, man kann bei euch auch campen!
00:09:45: Ist das richtig?
00:09:45: Gibt's dann einen
00:09:46: Campingplatz?
00:09:47: Ja, wir haben einen Wohnmobil-Stellplatz also kein Camping Platz.
00:09:51: spriches gibt keine öffentliche Dusche oder WC aber es gibt für die Wohnmobile Strom die man zapfen kann.
00:09:59: Frischwasser, man kann das Abwasser entsorgen.
00:10:01: Offiziell ist der Platz für vier Wohnmobile.
00:10:04: Da gibt es auch den Strom.
00:10:06: Es stehen manchmal im Sommer über zwanzig Wohnmobile da, die die Lage einfach genießen.
00:10:12: Es ist abends recht ruhig.
00:10:14: Man hat über das Wernitz-Zahl und auch Richtung Heselbergen wunderbaren Sonnenuntergang.
00:10:18: Das ist sehr idyllisch.
00:10:20: Gerade in der Bauphase des Limiseums wurde zwei Tausend Zwölf im Oktober eröffnet war ich im Sommer extrem viel sehr lang da und habe quasi jeden Sonnenuntergang erlebt.
00:10:30: Und deswegen kann ich das selber ganz gut beurteilen, die Lage ist einfach toll, hat einen schönen Blick.
00:10:35: Ich bin ja ein Frankfurter und in der Gegend von Frankfurt gibt es auch ein Limes.
00:10:40: Hättest du mit dem Limes hier zu tun?
00:10:42: Natürlich!
00:10:43: Es ist ein Stück weiter gleiche Limes wenn auch in einer anderen Provinz.
00:10:47: unsere Provinze heißt Rätchen Hauptstadt war Augsburg.
00:10:51: Die Province dort ist Obergamanien, Hauptstadt war von Frankfurt aus sogar ganz nahe Mainz.
00:10:57: Und eines der wichtigsten und bekanntesten Kastelle ist die Saalburg.
00:11:01: bei Bad Homburg kennen ganz viele Durchschulausflüge sonst eine ganz spannende Einrichtung mit der wir sogar viel zusammenarbeiten immer so ein bisschen scherzhaft das älteste Museum am Limes und das jüngste Museum.
00:11:13: Wir können ganz gut sind sehr unterschiedlich und tauschen uns vielfach aus und haben eine ganz angenehme Zusammenarbeit.
00:11:20: Der Erlebnis der Bayern-Befestigungsanlage, so wie ich das sehe und verstehe, ging da ein bisschen nach Bad Homburg.
00:11:28: Die ging
00:11:29: noch drüber hinaus?
00:11:30: Noch
00:11:30: darüber hinaus!
00:11:31: Er ging tatsächlich vom Rhein bis zur Donau also in der Nähe von Koblenz bis einigen Kob-Kelheim die Ecke an der Donau und dann waren jeweils diese breiten markanten Flüsse rein und Donau.
00:11:46: die Grenze, die konnte man ganz gut kontrollieren und überwachen Diesen Landabschnitt, da gab es keine so markanten Geländestücke wie zum Beispiel hohe Gebirge oder ein breiter Fluss.
00:11:59: Dann hat man eben eine künstliche Grenze angelegt.
00:12:02: Wie lange haben die Römer gebraucht um den Limes von bis zu bauen?
00:12:06: Das ist eine von vielen ganz pragmatischen alltäglichen Fragen, Manchmal werde ich auch nach dem Personalkosten gefragt und sagen, oder den Baukosten.
00:12:23: Dann sage ich immer, das waren überwiegend Personalkosten.
00:12:26: Die Soldaten waren eh da, mussten beschäftigt werden.
00:12:29: die meiste Zeit war tatsächlich sehr friedlich Und man hat lokale Baumaterialien verwendet, irrtlich Stein abgebaut Den Wald verwendete zum Bauen des Holz.
00:12:41: Das heißt man hat wenige weitere Baum Materialien gebraucht und konnte den ganz gut selber errichten.
00:12:47: Wir hatten sicher schrittweise gebaut und deswegen lässt sich das ganz, ganz schwer abschätzen.
00:12:53: Klar man könnte Hochrechnungen machen wie viele Soldaten in wieviel Tagen
00:12:57: usw.,
00:12:58: aber das kann man einfach schwer beurteilen.
00:13:01: Das ist so ein bisschen Kaffeesatzleserei dann.
00:13:03: Okay
00:13:04: vor wem wollten sich die Römer mit dem Limus schützen?
00:13:08: Das ist eine gute Frage, stellt sich vor niemandem.
00:13:13: Und
00:13:13: damit stellt sich im Umkehrschluss die Frage ja warum macht man so ein gigantisches Bauprojekt?
00:13:17: Touristik.
00:13:19: Genau!
00:13:20: So wie Ludwig mit seinen Königschlössern.
00:13:25: Nein das hat einen ganz anderen Grund.
00:13:26: es ist eine politische Geschichte und zwar nicht die Sache wie wir's alle früher in der Schule gelernt haben.
00:13:34: Da sitzen gleich dahinter die bösen Gamanen, meine ich nicht wegen unseren Bereichen Hariden in Ansbach.
00:13:40: Gigantische gamanische Siedlungen und vor denen bauen die Römer den Limes als Bollwerk und es darf keiner rüberkommen.
00:13:47: Nein da waren tatsächlich zu der Zeit, dass sie hier herkamen um hundertsehn nach Christus keine Gamanin.
00:13:55: Und dann stellt sich natürlich die Frage warum betreibt man den Aufwand doch?
00:14:00: Wenn man allein das hier im Landkreis Ansbach anschaut Siebenundzwanzig Kilometer, wenn man eine drei Meter hohe, ein Meter starke Mauer ist ja einfach erst mal Masse daran schaffen muss.
00:14:11: Die Türme die Kastelle Straßen die ich entwickeln muss das ist ja ne gigantische logistische Leistung diese ganze Infrastruktur herzubringen.
00:14:20: und der Hintergrund ist einfach nur man konnte als Kaiser in Rom sagen ihr habt mit diesen nördlichen Völkern böse Erfahrungen gemacht.
00:14:29: wir schützen euch jetzt Wir machen da was für den Fall der Fälle.
00:14:33: Das waren lange hier sehr friedliche Zeiten, das zweite Jahrhundert nach Christus eigentlich durchgehend.
00:14:40: Im östlichen Bereich der Provinz waren dann mal die Marcom-Annenkriege aber die haben bis an den schönen Heseltberg keine Auswirkungen gehabt.
00:14:48: und im dritten Jahrhundert da kamen so vereinzelte Einfälle.
00:14:54: inwieweit sie in Ofenhofen auch stattgefunden haben wissen wir nicht.
00:14:58: letztlich ist der Limes um zweihundertsechzig nach Christos aufgegeben worden.
00:15:03: Früher hat man immer gelernt, das sind die bösen Garmanen.
00:15:06: Die überfallen den Limes und Brennen alles nieder ermorden.
00:15:10: Die Römer, das klingt sehr plastisch, sehr hübsch aber tatsächlich war es wahrscheinlich wesentlich friedlicher.
00:15:16: Es gibt Kastelle, die wirklich in Brand aufgegangen sind In Rufen-Rofen.
00:15:20: bei der ganzen Forschung, die wir inzwischen betrieben haben Auch punktuelle Bohrungen mit der Ramkernsonde wo wir Bodenproben entnommen haben Haben wir nirgendwo einen sogenannten finalen Brandhorizont.
00:15:31: Also Rofen ist wohl einfach friedlich aufgegeben worden.
00:15:34: Die Menschen um den Heselberg waren auch zur Ömerzeit schon nette Leute.
00:15:38: Hatten denn der Limes auch Tore, wo man rauskommt?
00:15:43: Ja
00:15:44: tatsächlich!
00:15:45: Das ist eben auch der Unterschied.
00:15:47: wir Deutschen denken ja bei einer Mauer als Grenze sehr gerne an die Berliner Mauer oder an die Deutsch-Deutsche Grenze mit Schießbefehl und Ähnlichem.
00:15:55: da war der Lymis wesentlich friedlicher.
00:15:57: es gab regelmäßig Tore für im Zweifelsfall doch mal Waren austausch, wenn auch dann von weiter her.
00:16:06: Und natürlich ganz simpel dass der Römer selber auf die andere Seite konnte.
00:16:10: irgendwann wenn die Mauer länger steht müssen sie die mal reparieren sanieren sonst bricht ihnen sehenden Auges weg.
00:16:16: und damit der römer nicht die Leiter anlehnen muss und über die drei Meter hohe Mauer drüber stiefeln muss machen natürlich kleine Durchgänge an verschiedenen Stellen durchaus Sinn.
00:16:25: okay
00:16:25: aber das sind die anderen nicht eingebrochen.
00:16:27: dann über die kleinen Eingänger oder?
00:16:30: Nein, lange Zeit eben nicht.
00:16:31: Da waren meistens nebendran auch Wachtürme die rund um die Uhr besetzt waren so dass er das Ganze ein bisschen kontrollieren konnte für den Fall der Fälle.
00:16:41: Eher tolle Geschichte Herr Dr.
00:16:42: Paus!
00:16:43: Ich finde toll was Sie erzählt haben und wir sind ja quasi Nachtbahn Hesselberg und sie in Rufenhofen und freue mich darüber dass ich heute Interviewpartner war bei rund um den Hessel Berg
00:16:56: sehr gerne.
00:16:57: Ich schätze den Blick aus meinem Büro zum Hässelpark auch immer so.
00:17:00: Danke
00:17:00: und ungekehrt genauso, ich sehe euch
00:17:03: da.
00:17:04: Okay, ich sage Dankeschön dass Sie da waren und wir hören wieder voneinander bestimmt.
00:17:10: also ich denke wir kommen auch mal zu Ihnen hoch und schauen mal.
00:17:14: wenn sie eine Veranstaltung haben schauen wir rein und das ist schon die Abschlussmelodie.
00:17:18: vielen Dank für den Besuch!
00:17:20: Ich habe so danken für die Einladung.
00:17:21: schön was
00:17:22: Okay.
00:17:23: Und Sie, liebe Hörerinnen und Hörere, Sie können natürlich rund um den Hesselberg abonnieren.
00:17:28: Drücken Sie einen Anschluss auf ein Knopf da steht drauf abonnieren und sie haben dann rund um Den Hessel Berg im Abo.
00:17:37: Besten Dank!
00:17:38: Bis zum nächsten Mal.
00:17:39: Freu mich.
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