Wenn der Hesselberg verdurstet
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Oberhuber, Meteorologe und Klimaexperte, über die dramatischen Veränderungen, die wir rund um den Hesselberg und weltweit beim Wetter erleben. Wir diskutieren, warum Trockenheit, Hitze und schmelzende Gletscher nicht nur globale, sondern auch ganz lokale Auswirkungen haben – und was das für unsere Landwirtschaft und Ernährung bedeutet.
Gemeinsam suchen wir nach Antworten: Was können wir als Einzelne und als Gemeinschaft tun, wenn die Sommer immer trockener werden und der Winter kaum noch Schnee bringt? Dr. Oberhuber gibt Einblicke in die Herausforderungen der Zukunft und praktische Tipps für unsere Region. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie es weitergeht – und was jede:r tun kann.
Hesselberg
https://de.wikipedia.org/wiki/Hesselberg
Jetstream
https://de.wikipedia.org/wiki/Jetstream
Klimawandel
https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel
Gletscher in Grönland und der Antarktis
https://de.wikipedia.org/wiki/Gletscher#Gletscher_in_Gr%C3%B6nland_und_der_Antarktis
CO₂-Emissionen nach Ländern
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission
Wintergetreide
https://de.wikipedia.org/wiki/Wintergetreide
Laubbäume als Windschutz
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00:00:01: Ja, hier ist Rund um den Heselberg.
00:00:07: Auf dem Heslberg und im Studio habe ich jetzt einen Metrologen, Herrn Dr.
00:00:14: Oberhuber.
00:00:15: Ich muss sagen ihm herzlich willkommen!
00:00:21: Sie werden jetzt ein bisschen was erzählen, was so am Hesselberg mit dem Wetter ist und überhaupt, wie es mit dem Wetter ist.
00:00:27: Und ich frage sie einfach ganz locker... Machen das nicht so schwer, dass alle zuhören können und dass sie alles interessant finden?
00:00:36: Ich frage Sie einfach mal ganzer Lob.
00:00:38: Wie sieht es mit dem Wetter aus auf der Welt?
00:00:41: Auf der Welt gibt's Bilder globale oberflächende Temperaturen, die gerade berichtet neue Rekordwerte erreicht haben.
00:00:50: Man sieht weltweit Unwetter noch in Nöche, man sieht aber auch Trockenphasen wie wir gerade erlebt haben seit Anfang Juni Und da komme ich immer gerne als Metrologiker darauf zurück.
00:01:02: Es gibt so eine Sättigungsdampfdrücke, die genau zeigt wie viel Wasserdampf die Atmosphäre speiern kann ohne zu konnensieren und zwar in Abhängigkeit der Lufttemperatur.
00:01:12: Diese Funktion ist etwas übel, es ist eine Exponenzialfunktion, die ganz dramatisch zunimmt in ihren Werten wenn man nach dreißig vierzig Grad erreicht.
00:01:22: Bei vierzig grad passiert dann folgendes.
00:01:24: Man hat Bodenfeuchtigkeit, die verdunstet aufgrund der Einstrahlung.
00:01:29: Aber diese Feuchtigkeit reicht nicht aus, um die Zettigungsdruckhofe also die Hundertprozent relativ auf Feuchtigkeiten zu erreichen.
00:01:38: Das heißt es bildet sich keine Wolke wenn man noch Hochdrückgebiet hat kommt doch das Absinken hinzu, die das noch weiter verhindert.
00:01:46: und dann knallt die Solle vom Himmel Tag für Tag der Erdboden trocknet aus, die Pflanzen vertrocknen und dann passiert genau das was wir jetzt die letzten über acht Wochen erlebt
00:01:58: haben.
00:01:59: Und das Resultat ist dann in ein paar Jahren, dass wir nix mehr zu essen haben?
00:02:03: Ja, das Problem ist diese Wettererscheinungen... Man muss einfach realistisch sehen.
00:02:07: Europa ist ein winziger Fussel auf dem Globus und wenn die Wettereignisse sich ein bisschen verschieben räumlich sieht man es vollkommen anders aus.
00:02:17: Das heißt dann trifft es jemand anderes zum Beispiel Russland oder Nordatlantik nur der merkt keine Walder keiner wohnt.
00:02:27: Insofern ist es ein bisschen schwierig, aber die Wahrscheinlichkeit.
00:02:30: Wir haben im Sommer dieses Azzonen hochgelben typischerweise vor Ort und wenn Trockner einsetzt dann ist eben bei Temperaturen, die immer zweiter zunehmen, der Gefahr groß dass die Urfläche relativ schnell austrocknet.
00:02:42: und das wird das erleben was wir eben dieses Jahr erlebt
00:02:45: haben.
00:02:46: Kommen denn die geschmolzenden Eisberge wieder zurück oder wird das nicht mehr passieren?
00:02:52: Es gibt noch... wenige Gletschafte Erde die leicht zunehmen, aber nur deshalb weil es dort mehr regnet oder schneit.
00:02:59: Aber die meisten gerade Grünland und Antarktis schmelzen definitiv.
00:03:04: Und bei der Antarktes ist ja das Problem.
00:03:06: Es gibt einen Gletscher, der ist gefährdet.
00:03:10: dass er abrutscht und wenn dieser ab rutscht ist plötzlich ungeil viel Süßwasser im Ozean mit Meerespiegelanstieg Grünert trägt dazu, sowieso schon beide.
00:03:22: Das sieht man in diesen ganzen Filmberichten wo die Gletscher sehen an der Oberfläche plazinativ verschwinden und dann irgendwo unten austreten.
00:03:33: Was können wir denn jetzt machen dass es einfach wieder normaler wird?
00:03:44: CO²-Verbräuche, jeder Person im Globus anschaut.
00:03:48: Da gibt es so extreme Eigenschaften wie Quartal und so weiter die extrem viel CO² produzieren pro Person.
00:03:53: Dann gibt es solche Länder wie USA, die stehen auch relativ weit vorne Und sind große Länder.
00:03:59: und da gibt es durch Deutschland steht irgendwo an sechster, siebter oder stelle Größenarten quasi ganz genau.
00:04:05: Da ist das nicht ganz so schlimm.
00:04:06: aber letztendlich ist das Problem Wie ich schon mal öfters sage man stellt sich vor Es herrscht Krieg und keiner geht hin.
00:04:15: Und was hat Weitseer gesagt?
00:04:16: Stellt es sich vor, es herrscht Frieden.
00:04:19: Und einer macht nicht mit.
00:04:21: Es gibt aber nicht nur einen, es gibt viele die nicht mitmachen.
00:04:24: Das ist das große Problem.
00:04:26: Was könnte man denn jetzt für die Zukunft machen, dass es einfach wieder besser wird?
00:04:33: Die Leute haben das eben so schön erklärt... Was kann der Einzelnen machen?
00:04:40: Früher, in früheren Jahrtausenden sind die Leute woanders hingezogen.
00:04:44: Das geht heute nicht mehr.
00:04:46: Heute sind die Leute sehr saft und müssen schauen dass sie vor Ort überleben.
00:04:49: Und das bedeutet Sie müssen einen besseren Wasserhaushalt.
00:04:53: Man Prombachsee haben wir, Altmüllsee, dass man solche Speicher noch größer flächig baut.
00:04:59: Bloß man sieht auch am Globus, dass viele von diesen Speichern sehen einfach austrocknen.
00:05:06: Auch das ist keine Garantie für eine Verbesserung.
00:05:09: Jetzt sind wir ja gerade auf dem Hässelberg und der Hässellberg hat ja im Winter kaum noch Schnee, also der einzige Sessellift in Stammagabin haben sie abgebaut weil einfach Schneelos ist.
00:05:21: ich habe zwar letzten Winter Schnee erlebt dort oben durfte aus Schnee schieben.
00:05:25: Und wie wird das weitergehen?
00:05:30: Es gibt Sudelfeld in Bayerischen Alpen.
00:05:33: die haben große Probleme schaffen es nur noch teilweise mit Schneekanonen zu überleben sind auch auf minus tausend Meter.
00:05:41: Solche Ski-Anlagen werden nicht mehr überleben langfristig.
00:05:47: Weiß man das oder ist es jetzt so eine Prognose?
00:05:50: Naja, wenn die Temperatur null Gradgrenze ansteigen und Schnee kann nur noch funktionieren, dann bin ich bei null Grad, sondern da braucht man deutliche Minusgrade und die werden ja halt auch seltener.
00:06:00: Was würden Sie sich denn jetzt tun?
00:06:02: Es
00:06:02: gibt aber jetzt ein ABER mit dem Zerkompolaststrom in der Höhe also den die Jets Streams und mit der Klima Änderung sagt man, dass diese immer schwächer werden.
00:06:15: Und wenn sie schwäicher werden heißt das auch, dass sie mehr mehr andern.
00:06:19: Das bedeutet, dass Kaltloch viel weiter nach Süden vordrängen kann oder Warmluft viel weiter noch Norden.
00:06:26: D.h.,
00:06:28: des Wetter wird wechselhafter mit extremer Eigenschaften.
00:06:32: Und es ist ja eine Aussage bei dem von den Klimaforschern Wetter eigentlich wäre ein extrema.
00:06:38: Und das Problem ist ja nicht der Mittelwert tötet, sondern der Maximalwert.
00:06:43: Der Extremwert.
00:06:45: Jetzt frage ich Sie mal ganz Hand aufs Herz bei Dr.
00:06:48: Oberhuber.
00:06:49: Haben Sie Angst vor dem was so auf uns zukommt?
00:06:52: Ja, ich habe diesen Spruch schon seit Jahren.
00:06:54: Ich möchte das Jahr zu dausendfünfzig nicht erleben.
00:06:58: also ich weiß nicht wie man hier vor Ort großflächig zum Beispiel die Landwirtschaft retten kann.
00:07:08: Ich sehe sie an den Maisfeldern, die heute aussehen wie verdorpte Weizenfelder.
00:07:14: Ich habe Landschaften in Deutschland erlebt gerade im Brandenburg wo man einem Jahr noch Mais angebaut hat und war praktisch eine Fehlernte.
00:07:23: zwei Jahre später gab es dort keine Maisfelder mehr.
00:07:26: Man hat gelernt!
00:07:27: Und so muss man einfach lernen das passende anzubauen.
00:07:31: Was würden Sie denn den Anwohnern und Anreinern vom Hesselberg raden?
00:07:36: Was können die machen?
00:07:38: Da ist ja auch ein bisschen da oben alles, also ich sehe das verbrannt.
00:07:41: oder ist Dörre?
00:07:44: Ja so'n Berg ist problematisch weil das Wasser dann abfließt.
00:07:47: Gibt's kein Grundwasser auf das man zugreifen kann.
00:07:50: Ich komme selbst aus der München Gegend und kenne die Gegend im Hoseim sehr gut.
00:07:55: Im Hoseimei Becken hat man sehr viel Grundwasser dicht unter der Oberfläche.
00:07:58: Dort sehen die Maisfelder aus wie man es gewohnt ist aber eben nur dort.
00:08:03: Und kommt man nördlich von München fängt es an immer trockener zu werden.
00:08:07: Das ist nicht nur frankenspezifisch, sondern das geht schon vor der Donau los.
00:08:11: Wird es denn so jetzt sage ich mal so ernährungstechnisch für die nächsten Jahre gut gehen?
00:08:17: oder muss man sich sagen?
00:08:19: Da möchte ich noch eins mit dazutun genau ernährungstechnisch.
00:08:23: Ich habe es in Dottelhausen erlebt.
00:08:25: da wurde ein ganz reifes Weizenfeld abgeerntet weil die Kühe Futter brauchten gerade diejenigen, die Anlagen betreiben als Gas oder Temi.
00:08:44: Die dürfen meist nicht mehr in dem Maße verwenden also pflanzbar anderes an.
00:08:49: und wenn dieses andere wie Weizen benötigt wird um viel zu füttern und nicht mehr Menschen zu füttern dann sieht man dass es grenzwertig wird auch mit unserer Landwirtschaftspolitik.
00:09:00: Da gibt es offenbar viele einschneidende Grenzen die die Flexibilität den Bau nehmen.
00:09:10: Sie haben das gerade mit dem Mais gesagt.
00:09:12: Ich weiß, ob er mir einen Bauer gesagt hat für den Mais anzuflanden, braucht man viel Wasser?
00:09:17: Richtig!
00:09:18: Sehr viel Wasser.
00:09:21: Wird man in Zukunft solche Sachen auch da überlegen und sagen, bevor ich jetzt viel Wasser brauche, dann pflanze ich lieber was anderes an?
00:09:28: Das
00:09:28: sehe ich empfehlen bei meinem Kursat oder Sohn vom Kursater in der Bauernwirtschaft wenn man großen Betrieb tätig ist immer Pflanzen anzubauen die möglichst früh enterreff sind Also Wintergetreide zum Beispiel, weil im Winter ist normalerweise der Boden immer feucht und reicht aus damit die Pflanzen einigermaßen wir leben können.
00:09:47: Und dann wenn es im Frühjahr warm wird, April-Mai, dann sind sie erntereif und dann ist das Thema durch.
00:09:53: Im Sommer ist kritisches Juli-August, da sehen die kritischen Monate in diesem Juni dieses Jahr schon mal vierzig Grad auftauchen.
00:10:00: Das ist natürlich grenzwertig!
00:10:03: Gut, vielleicht jetzt zum Abschluss.
00:10:05: Wir sehen Sie denn die Region um den Hässelberg?
00:10:07: Wir sind ja rund um den Hesselberg heißt der Podcast.
00:10:11: und wie sehen sie das als Meteorologe?
00:10:16: was können die tun?
00:10:17: Können sie etwas tun?
00:10:18: oder
00:10:20: ich würde Laubbäume pflanzen keine Fichten Unwetterfest Pflanzen.
00:10:30: Das heißt wenn man Felder hat sie doch Bäume schützen gegen Winde.
00:10:35: Denn das Problem ist ja Unwetter sind immer verbunden mit starken Winden.
00:10:40: Und wenn Weizenfelder dann flachgelegt werden durch Wind, hilft das niemandem.
00:10:45: Das stimmt
00:10:45: ja.
00:10:46: Das heißt man braucht Windschutz.
00:10:47: Das haben andere Völker schon längst gelernt dass man das tun sollte.
00:10:53: Aber wir noch nicht?
00:10:55: Noch nicht in dem Maße!
00:10:56: Wenn man nach Nordschald staut, sieht man diese App wieder... Baum rein, die Konsequenz dank der Straßen stehen und die Felder praktisch vom Starkland schützen.
00:11:08: Das wird wahrscheinlich hier auch notwendig werden.
00:11:13: Dann Herr Dr.
00:11:15: Oberhofer, vielen Dank dass Sie bei Rund um den Heslenberg waren.
00:11:18: jetzt hoffe ich das wir für die Anreiner rund um den Hesselnberg gute Ideen geliefert haben.
00:11:24: nochmal das besten Dank und ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für das was sie mit ihren Binden, Wetter und allem zu tun haben.
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